Gefahrgutübung vom 17.05.2014 in Neusitz

Übung des Gefahrgutzuges Ansbach Land im Gewerbegebiet Neusitz

Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Lkw, die Gefahrgut geladen hatten und zwei Pkw mit insgesamt drei Insassen.

Das Übungszenario bestand darin, dass während des Entladens einer Palette, mit einem in Säcken abgepackten Pulver, von einem Lkw, ein Pkw-Fahrer dies übersah und in die Hebebühne des Lkw´s prallte.

Dadurch wurden einige Säcke beschädigt und das Pulver trat aus. Die beiden Insassen des Pkw´s wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Ein weiterer Pkw wich der Unfallstelle aus und übersah einen entgegenkommenden Tankwagen, der ebenfalls Gefahrgut geladen hatte. Durch den Zusammenstoß wurde der Tank des Lkw beschädigt und eine Flüssigkeit, die u.a. leicht entzündlich war, lief aus.

 

 

 

 

Um kurz vor 14 Uhr ging ein Notruf bei der ILS ein, die darauf hin die örtliche Feuerwehr alarmierte. Zwischenzeitlich fing der Pkw, der unter dem Führerhaus des Tankwagen steckte, Feuer.

Nach wenigen Minuten traf die Feuerwehr Neusitz ein.

Nach erfolgter Erkundung durch den Gruppenführer der FF Neusitz wurden folgende Erstmaßnahmen eingeleitet:

Rettung und Betreuung der beiden Pkw Insassen
Bekämpfung des Pkw- Brandes
Anforderung des Gefahrgutzuges des Landkreises, da die auslaufende Flüssigkeit als Gefahrgut erkannt wurde
Bis zum Eintreffen des Zuges, ca. 20 Minuten später, wurden durch die Ortswehr, weitere Maßnahmen eingeleitet.

Da die bereits ausgelaufene Flüssigkeit in Richtung eines Gullis lief, wurde mittels Bindemittel ein weiteres Einlaufen verhindert, das ausgelaufene Gefahrgut mit Bindemittel abgestreut und die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt.

Die Rettung des Pkw- Fahrers, der in seinem unter dem Tankzug steckendem Fahrzeug eingeklemmt war, und an den Tankzugfahrer, der ebenfalls bewusstlos in seinem Führerhaus saß, konnten die Einsatzkräfte der Ortswehr wegen das auslaufenden Gefahrgutes nicht vornehmen.

Nach Ankunft des Gefahrgutzuges galt es als Erstes.den, bzw die austretenden Stoffe festzustellen, Ladepapiere zu suchen um weitere Maßnahmen durchführen zu können. Nachdem fest stand um welche Gefahrstoffe es sich handelte, wurde die Rettung des Lkw-Fahrers in Angriff genommen. Die beiden Angrifftrupps unter CSA (ChemikalienSchutzAnzug) retteten den Lkw-Fahrer mittels zweier Steckleiterteile, welche schräg an das Führerhaus gelehnt wurden und als Rutsche für die Trage fungierten.

Daraufhin wurde der Fahrer auf der Trage zu dem inzwischen aufgebauten Dekontaminationsplatz getragen wurde dekontaminiert und dem Rettungsdienst übergeben. Die beiden Pkw- Insassen wurden zwischenzeitlich ebenfalls dekontaminiert, da sie mit dem ausgetretenem Pulver in Berührung gekommen sind.

Die Feuerwehr Neusitz hatte einen Schaumangriff aufgebaut, die ausgelaufene Flüssigkeit mit einem Schaumteppich abgedeckt und den Brandschutz sichergestellt.

Nun konnte sich die Feuerwehr darum kümmern, die Gefahrstoffe aufzunehmen, bzw. sich ans Abdichten des beschädigten Tanks zu machen. Ein neuer Trupp unter CSA dichtete die Leckstelle mit Hilfe von Holzkeilen und Dichtungsmasse soweit ab, dass kein Gefahrstoff mehr auslaufen konnte. Ein anderer Trupp, der nur unter Atemschutz vorging, nahm das weniger gefährliche ausgetretene Pulver des ersten Lkw´s auf und verpackte dies in einem Edelstahlbehälter

Nun sollte noch das Abpumpen des Tanks durchgeführt werden, dieses Übungsziel wurde aber wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr weiter verfolgt.

Als Beobachter waren die Leiterin des Sachgebiets 31 - Sicherheitsangelegenheiten, Zivil- und Brandschutz - vom Landratsamt Ansbach und der Kreisbrandrat anwesend.

Nach der Übung wurden alle Teilnehmer von der Gemeinde Neusitz zu einem Essen eingeladen.

An der Übung waren folgende Feuerwehren beteiligt:

Neusitz und Schweinsdorf
Gefahrgutzug Ansbach Land mit den Komponenten aus den Feuerwehren Feuchtwangen, Schnelldorf, Rothenburg und einem Fachberater Chemie
Herrieden (UG-ÖEL- Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung)

Dank zu sagen gilt es:

dem Vorbereitungsteam
der Gemeinde Neusitz
den Feuerwehren Marburg und Crailsheim für den Übungscontainer
der Firma Ebalta aus Rothenburg für einen Lkw und das "Gefahrgut"
der Firma Schneider & Sohn aus Gammesfeld für ein Wechselladerfahrzeug
der Firma Wanner aus Dombühl für zwei Schrottfahrzeuge
den Statisten (Unfallopfer) der Feuerwehren Neusitz und Rothenburg
RonAir für Film- und Fotoaufnahmen, sowie der örtlichen Presse für die Berichterstattung

Das Video von RonAir.TV finden Sie hier

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