Berufsfeuerwehrtag 2011

Erster Berufsfeuerwehrtag Am 5. November um 16 Uhr war es soweit, die Jugendlichen hatten ihren ersten Berufsfeuerwehrtag, sie durften 24 Stunden Dienst auf der Wache schieben. Nach einer kurzen Einweisung durch den Kommandanten wurde der Schulungsraum zum Schlafsaal umgebaut und die Jugendlichen den Fahrzeugen zugeteilt. Gruppenführer und Mitglieder der aktiven Wehr hatten fünf Einsätze vorbereitet. Der erste Einsatz erfolgte kurz nach Dienstbeginn. Brandmeldealarm in einem Kunststoffverarbeiteten Betrieb. Der Löschzug mit TLF, DLK und LF rückte zu dem Betrieb aus. Nach Erkundung stellte sich heraus, dass es sich um einen Täuschungsalarm handelte.Der zweite Alarm wurde kurz nach dem Abendessen ausgelöst. An einem LKW wurde der Tank beschädigt und Diesel drohte in die Kanalisation zu laufen. Dazu wurden etliche Liter Wasser mit Kakaopulver vermischt und eine etwa 100 Meter lange "Ölspur" gelegt. 

Der LKW blieb direkt an einem Gullieinlauf liegen. Ein beschädigter Kunststoffkanister simulierte den beschädigten Tank. Die EZ alarmierte den Rüstzug der Wehr, der daraufhin zur Einsatzstelle ausrückte. Nach Abdichtung des Gullieinlaufes und des Fahrzeugtanks mit Material aus dem RW, wurde die "Ölspur" mit Sägespänen abgestreut und die Fahrbahn gereinigt. Nach diesem Einsatz war Bereitschaftsdienst angesagt, Verschiedene Spiele wurden gespielt, Fernseh geschaut, oder man ging anderweitiger Beschäftigung nach. Um 22 Uhr war Nachtruhe angesagt. Einige Jugendliche schliefen bereits fest, als um 23:08 Uhr der Alarmgong ertönte. "Brennt Schuppen im Steinbruch Soldner", lautete die Durchsage der Zentralistin. Alarmiert wurden das TLF, das LF, der Rüstwagen, sowie das Lichtmastfahrzeug. Bereits auf der Anfahrt zu dem über dem Taubertal liegenden Steinbruch sah man den Feuerschein. Helfer hatten einige Holzpaletten gestapelt und angezündet. Mit 2 C-Rohren wurde der Brand erfolgreich bekämpft, Glutnester wurden mit einem Schaumteppich abgedeckt. Mit dem Lichtmastfahrzeug wurde die Einsatzstelle weiträumig ausgeleuchtet. Dieser Einsatz war das Highligth, waren sich die Jugendlichen einig. Nach dem Einrücken in die "Wache" wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt. Die Nacht verlief ruhig, alle konnten durchschlafen. Nach dem Wecken wurde gefrühstückt und der Schlafsaal wieder zum Schulungsraum umfunktioniert. Danach war Ausbildung angesagt. Schleifkorbtrage, Rollgliss, Knoten und Stiche wurden geübt. Das dies sehr sinnvoll ist, zeigte sich beim nächsten Einsatz, der kurz darauf folgte. "Drei vermisste Jugendliche im Bereich des Wildbades" lautete die Durchsage. Der Löschzug rückte kurz nach Alarmierung aus. Am Einsatzort wurde die Wehr bereits von der Polizei erwartet, die dem Einsatzleiter kurze Infos gab. Es wurden mehrere Suchtrupps gebildet, die jeweils mit Handfunkgeräten ausgerüstet waren. Nach einer etwa halbstündigen Suche wurden die Vermissten in einem steilen Hang oberhalb der Tauber leicht verletzt und unterkühlt entdeckt. Da sie nicht in der Lage waren den Berg ohne Hilfe auf- oder abzusteigen kam die Schleifkorbtrage zum Einsatz. Nacheinander wurden die Gefundenen mit deren Hilfe ins Tal abgelassen und dort dem Rettungsdienst übergeben. Nach diesem anstrengenden Einsatz kam das Mittagessen auf der Wache gerade richtig. Nach dem Essen folgte der nächste Einsatz. "VU mit eingeklemmten Personen" Dieser Einsatz ist ausführlich auf dem unten folgenden Video zu sehen. Nach dem Einsatz waren die 24 Stunden schon fast um. Alle Jugendfeuerwehrler waren einhellig der Meinung, dass diese 24 Stunden ein besonderes Erlebnis waren. Als einen besonderen Gag glaubten die Jugendlichen, als während der Schlussbesprechung tatsächlich ein Alarm einging. Dies war allerdings ein echter Alarm für die "große" Wehr. "Bagger umgestürzt, Person eingeklemmt" lautete die Durchsage auf den Meldeempfängern. Bei diesem Einsatz durften die Jugendlichen nicht mitfahren.

  • Brand1
  • Brand2
  • Brand3
  • VU1
  • Vermisst1

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Zum Schluß gilt es noch Dank zu sagen an alle Helferinnen und Helfer, ohne die dieser unvergessliche Tag nicht möglich gewesen wäre.

  • BRK (Fahrzeug und Personal bei der Vermisstensuche und Verkehrsunfall)
  • Fa. Ebalta (Gebäude und Personal bei BMA-Alarm)
  • Spedition Flemming (Fahrzeug und Personal bei Ölschaden)
  • Fa. Pfundt Abschleppdienst (Grundstück, Personal und Unfallfahrzeuge)
  • Polizeiinspektion Rothenburg (Fahrzeug und Personal bei der Vermisstensuche)
  • ROnAir.TV (Video-Berichterstattung)
  • Soldner Steinbruchbetriebe (Gelände beim Brandeinsatz)
  • Allen Kameradinnen und Kameraden, Der Feuerwehrführung und dem Hausmeisterehepaar

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